Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur (Auriculo-Therapie) hat als Diagnose- und Therapieform eine Jahrtausende lange Tradition. 

Grundsätzlich finden sich in der Ohrakupunktur zwei Richtungen, die sich nach meiner Erfahrung gut miteinander kombinieren lassen. Bei der auf der TCM (= traditionellen chinesischen Medizin) basierenden Ohrakupunktur wird vor allem mit dem Meridiansystem (Energieleitbahnen) gearbeitet. Die französische Ohrakupunktur nach Nogier orientiert sich hingegen an reflektorischen Beziehungen zwischen bestimmten Punkten auf dem Ohr und dem Körper.

 

Wie funktioniert die Ohrakupunktur?

Ohrakupunktur kann sowohl als Instrument zur Diagnose, als auch zur Therapie eingesetzt werden. Im Rahmen der Diagnose werden verschiedene Punkte auf dem Ohr nach Druckschmerzhaftigkeit abgesucht. Druckschmerzhafte Punkte weisen auf eine Schwächung oder Erkrankung des korrespondierenden Organsystems hin.
Bei der Therapie liegt der/die PatientIn entspannt. Ich arbeite dabei mit kurzen, sterilen Einmal-Nadeln aus Stahl. Abhängig vom Anamnesegespräch und der Diagnose werden pro Sitzung ca. 1- 6 Nadeln für ca. 20 bis 30 Minuten gesetzt. Auch Dauernadeln oder Pflaster mit eingearbeiteten winzigen Samenkörnern, die ohne Verletzung der Haut auskommen, werden – besonders bei Erschöpfungssymptomen oder Suchtthemen - verwendet. Die Anzahl der Behandlungen je nach Diagnose festgelegt ( i. d. R. ca. 8 - 10).

In meiner Praxis kommt die Ohrakupunktur unterstützend vor allem bei folgenden Indikationen zum Einsatz:

  • generell bei hormonellen Dysbalancen
  • Menstruationsstörungen
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Sexualstörungen
  • Schilddrüsenstörungen
  • Schmerzzustände allgemein
  • Tinnitus
  • Suchtthemen wie Rauchen und Übergewicht
  • psychische Belastungen
  • Erschöpfung, Leistungsabfall, Burnout

Die Ohrakupunktur ist eine optimale Diagnose- und Therapieoption, die sich gut mit anderen Therapieformen kombinieren lässt.