Ganzheitliche Hormontherapie

Hormonelle Dysbalancen

Hormonelle Dysbalancen entstehen, wenn ein Mangel oder Überschuss eines Hormons vorhanden ist bzw. das Verhältnis einzelner Hormone zueinander aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Wie kann man hormonelle Dysbalancen feststellen?

Grundlage ist immer eine ausführliche Anamnese, in die neben dem aktuellen Krankheitsbild besonders auch psychische, emotionale und seelische Themen einfließen, um mögliche Zusammenhänge herauszuarbeiten. Ganz im Sinne der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen! Danach wird entschieden, welche weiteren Schritte sinnvollerweise eingeleitet werden.
Bei Bedarf wird der Hormonstatus der Steroidhormone (zu denen auch die Geschlechtshormone wie Estradiol und Testosteron gehören) am besten mittels eines Speichelhormontests festgestellt. Dies hat den Vorteil, dass im Speichel die tatsächlich freien und daher auch aktiven Hormone gemessen werden können.

Wie geht es weiter? – Die ganzheitliche Hormontherapie

Der Speichelhormontest (SHT) stellt das zentrale Instrumentarium für die Diagnose hormoneller Dysbalancen im Steroidhormonbereich dar und ist damit die Grundlage des weiteren therapeutischen Vorgehens.
In der Regel erfolgt die Therapie in diffiziler Präzisionsarbeit mit homöopathisch aufbereiteten bioidentischen (= den körpereigenen Hormonen entsprechenden) Hormonen in Form von Cremes und/oder Globuli. Für jede Patientin und jeden Patienten wird dazu ein individueller Therapieplan erstellt.

Warum bioidentische Hormone?

Häufig werden zur Behandlung von hormonellen Störungen synthetische Hormone eingesetzt. Darunter versteht man Wirkstoffe mit hormonähnlicher Wirkung, die sich in ihrer chemischen Struktur von natürlichen Hormonen unterscheiden und daher auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können.
Dem gegenüber stehen bioidentische Hormone, die zwar auch im Labor hergestellt werden – aber aus natürlichen Substanzen, in der Regel aus dem Diosgenin der Yamswurzel. Bioidentische Hormone entsprechen in ihrer chemischen Struktur exakt den körpereigenen Hormonen und können daher auch exakt dieselben Aufgaben erfüllen.

Wichtig: auch die Therapie mit homöopathischen Hormonpräparaten gehört dennoch in die Hände von erfahrenen Therapeutinnen und Therapeuten! Voraussetzung für einen Therapieerfolg ist die Erhebung des Hormonstatus, die richtige Interpretation der Ergebnisse, die Wahl des richtigen homöopathischen Hormonpräparats, die richtige Dosierung und der richtige Anwendungszeitpunkt unter Berücksichtigung der natürlichen Abläufe im Körper.


Das oberste therapeutische Prinzip lautet:

„Regulation geht vor Substitution“

 

Das bedeutet:

Es wird nach Möglichkeit versucht, die körpereigene Hormonausschüttung unter Einbeziehung der steuernden Drüsen wieder anzuregen (systemischer Therapieansatz).

In eine erfolgreiche GANZHEITLICHE Hormonregulation sollte außerdem – abhängig von der Ausgangslage - mit einbezogen werden:

  1. Stärkung der Leber (diese ist z.B. an der Produktion von Ausgangsstoffen für die Hormonsynthese beteiligt und produziert auch eigene Hormone)
  2. Sanierung des Darmmilieus (auch der Darm ist in das hochkomplexe Hormonsynthesegeschehen z.B. über die Aufschließung von Nährstoffen und Vitaminen, die wiederum für die Hormonproduktion wichtig sind, mit eingebunden)
  3. Mikronährstoffprofil (eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen ist u.a. Grundvoraussetzung für die Bildung von Hormonen. So ist z.B. Selen für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 in das 5 x wirksamere T3 wichtig).
  4. Ernährungs- und Lebensstilberatung
    über unsere Lebensmittel und unsere Umwelt sind wir einer Vielzahl von hormonähnlich wirkenden Substanzen (z.B. Weichmacher) ausgesetzt, die die körpereigene Hormonsynthese stören

    (Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich verdeutlichen, dass bei der ganzheitlich-systemischen Hormonregulation eine Vielzahl von Einflussfaktoren mit berücksichtigt werden muss.)

Nach ca. 2 – 3 Monaten ist eine Nachkontrolle der Hormonwerte mittels SHT (Speichelhormontest) notwendig um – im Sinne einer verantwortungsvollen Therapie - diese gegebenenfalls an die neuen Erfordernisse anzupassen.